Warum Mama & Baby Yoga kein richtiges Yoga ist

Schon vor der Geburt meines Sohnes hatte ich die ersten Kurstermine für Mama & Baby Yoga vereinbart.

Dieser Kurs hat allerdings nie statt gefunden

Denn ich musste die Erfahrung machen, dass mein Plan nicht aufging. Mein Yogibaby ließ sich nicht einfach neben die Matte legen und mich meine Yogapraxis ausüben. Alle Versuche auf der heimischen Matte scheiterten nach ungefähr 7 Minuten. Und wenn Du dann mehr Clown-Asana auf der Yogamatte machst, um das Kind zu beschäftigen, dann hat das natürlich auch nichts mehr mit einer ernsthaften Sadhana zu tun. Ganz zu schweigen davon, währenddessen noch einen Kurs zu leiten und die Teilnehmerinnen inklusive Babys anzuleiten.
Irgendwann habe ich dann entnervt eingesehen, dass ich neben meinem Baby ein paar kurze Übungen zur Schulteröffnung, Nackendehnung oder Rückstärkung einbauen kann – aber eine fokussierte Praxis war mir nicht möglich.

Sind körperliche Übungen immer Yoga?

Klar, kannst Du auf der Matte turnen, während Dein Liebling neben Dir liegt. Baby lässt sich vielleicht mit einem Spielzeug beschäftigen und guckt Dir fasziniert zu.
Aber das sind dann eben körperliche Übungen – und kein Yoga.

Denn Yoga bedeutet tiefer zu gehen, als nur den Körper zu bewegen. Es bedeutet Dich zu fokussieren und mit einem Thema zu verbinden. Eine Intention zu haben und zu verfolgen. Es bedeutet die Vorbereitung des Körpers auf die Mediation

Und dafür brauchst Du all Deine Konzentration und Passion. Da Du aber als Mutter immer “on” bist, kannst Du all das nicht zu 100 % geben.

Für mich bedeutet das, meine tägliche Praxis am Abend auszuüben, wenn mein Yogibaby friedlich schläft. Denn dann weiß ich, dass ich ungestört bin. Wenn er sich meldet, geht Papa gucken.
Auch eine kraftvolle, eher solare Yogapraxis lässt sich am Abend üben, wenn Du Dir genügend Zeit für Asanas zum Runterkommen und ein langes Savasana gibst.

Natürlich ist Mama & Baby Yoga wundervoll um:

  • in einem Kurs soziale Kontakte zu knüpfen und Dich mit anderen Mamis auszutauschen
  • wertvolle Zeit mit Deinem Kind zu verbringen
  • Körperarbeit zu machen

Aber Yoga, in der Definition, wie ich es vor meinem Mama-Dasein geübt habe, ist es nicht.

Was denkst Du? Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

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