Shakti on! Wie Yoga in der 40 SSW funktioniert – ein Gastartikel von Kristina Leidenberger

Hinter diesem Gastartikel steckt eine, wie ich finde, sehr schöne Geschichte: Vor ein paar Wochen erreichte mich eine unglaublich herzliche Email von einer Karma-Mama-Leserin, die ursprünglich aus Nürnberg stammt und sich für “meine Arbeit” auf dem Blog bedankte. Daraus entwickelte sich ein sehr netter Mail-Verkehr und ich erfuhr, dass Kristina gerade in der 40 SSW war – also jederzeit auf die Geburt ihres zweiten Yoga-Babys wartete….  und mit ihrer Yogapraxis ein wenig haderte. Ich bat sie über ihre Gedanken doch etwas für Karma-Mama zu verfassen, denn schließlich tue auch ich nichts anderes – warum sollte sie als fast zweifache Yogamama das nicht auch können? 
Und tatsächlich erreichte mich ein schöner Artikel, den ich heute ganz stolz veröffentliche! 
Wie ich nach ein paar Wochen erfuhr, ging es nach dem Abschicken des Artikels dann tatsächlich mit der Geburt los (dieser Gedanke macht mir immer noch Gänsehaut) und die kleine Marie erblickte das Licht der Welt – ich bin sehr dankbar, liebe Kristina, für Deine wunderbaren Worte und wünsche Dir und Deiner kleinen (Yoga)Family von Herzen alles Liebe!

40 Wochen schwanger! Yogaausbildung? Unterrichten? Eigene Praxis? Ein Rückblick

Da sitze ich, noch 5 Tage zum Entbindungstermin und die liebe Antje hat mich gebeten einen kleinen Gastartikel zu schreiben.
In meinem aktuellen Zustand fühle ich mich so geerdet wie nie, zufrieden und ausgeglichen. Wie ein kleiner dicker Buddha.
Doch das war nicht die ganze Schwangerschaft so.

So viele Sorgen und Gedanken waren in meinem Kopf. Wie geht es weiter mit meiner Yogalehrer-Ausbildung. Was wird aus meinem Yogaunterricht und meinen Schülern? Wann höre ich auf zu unterrichten? Wie geht es mit Baby Nr. 2 weiter? Wann kann ich wieder einsteigen? Wie damit umgehen. Und wie kann mir Yoga dabei helfen?
Mir war 30 Wochen übel. An meine ‚normale‘ Praxis war quasi ab dem positiven Schwangerschaftstest nicht mehr zu denken. Alles hat mich so unglaublich angestrengt. Natürlich die Frage: Wie soll ich denn so unterrichten? Und wie lang halte ich das durch? In dieser Zeit hat mir das unterrichten trotzdem gut getan. Ich hatte das Gefühl, nicht nur zu brüten, sondern auch noch etwas Anderes zu schaffen. Trotz meiner Übelkeit eine schöne Atmosphäre erzeugen zu können. Die entspannten Gesichter meiner Yogis nach den Stunden haben mir so gut getan, mich aufgemuntert weiter zu machen. 8 Wochen vor dem Entbindungstermin habe ich dann aufgehört zu unterrichten. Mit einem letzten wunderschönen Kurs liebgewonnener Yogi-Mamas in der Hebammenpraxis Ellwangen.
Das war genau der richtige Moment.

Yogalehrer-Ausbildung trotz Schwangerschaft?

Meine +300h Prana Vinyasa Yogaausbildung, nun ich habe sie erst mal auf Eis gelegt. Denn durch die Gegend zu reisen für Workshops war für mich unvorstellbar. Trotzdem komisch zu sehen wie die anderen Yogis weitermachen, voran kommen. Ihre Zertifikate in Händen halten. Immer wieder habe ich mich darauf besonnen, dass es nur eine Pause ist was das aktive Weiterbilden angeht. So lerne ich in meiner Schwangerschaft so viel über mich. Die Yogapraxis ändert sich, aber sie entwickelt sich weiter. Ohne meine beiden Schwangerschaften hätte ich mich vielleicht nie auf die ganz ruhigen, meditativen Teile des Yogas eingelassen. Wäre nie so tief in meine Weiblichkeit eingetaucht. Hätte wahrscheinlich immer weiter eher Yang und sehr sportlich, körperorientiert weitergeübt und die ganze Spiritualität verpasst, nicht entdeckt.
Es ist nicht immer schön wenn man sich einschränken muss, immer weniger kann, sich steif und mal ganz ehrlich, gegen Ende, wie ein gigantisches Walross fühlt. Aber genau aus diesem ‚Übel‘ entsteht neben einem wunderbaren kleinen Menschen auch eine viel tiefer gehende Yogapraxis.
Danke liebe Müdigkeit und Übelkeit, Danke meinen beiden Schwangerschaften, dass ich diese tiefgehende Yogapraxis erfahren durfte!

Om Shanthi

Kristina Leidenberger ist zweifache Mama und lebt und arbeitet in Ellwangen als Yogalehrerin. Sie sagt über sich selber: Yoga bedeutet für mich Freiheit, Entspannung, Kraft, Spaß, Freude, Ich sein, Ausgleich und noch vieles mehr. Mehr über sie erfährst Du auf ihrer Website oder auf Facebook – und alle Ellwanger Yogis, ab zu Kristina ins Yoga! 

Related Post

Achtsames Essen – so “entstresst”... Ich habe mir gerade zwei riesige Teller Gemüsesuppe reingehauen. Ja, ich habe sie mir reingehauen. Weil heute nämlich mal wieder so ein Tag war, an de...
Stillen – mit diesen yogischen Tipps klappt ... Während meiner Schwangerschaft, habe ich mir so einige Gedanken über´s Stillen gemacht. Da ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis zu den Mama-Nach...
Schwanger dank Yoga? Kinderwunsch mit Fruchtbarkei... Immer wieder kommen Frauen in meinen Yogaunterricht, die einen bisher unerfüllten Kinderwunsch haben. Sie erhoffen sich von Yoga den langersehnten Erf...

Schreibe einen Kommentar