Goodbye, Sugar! Zucker-Detox für Yoga-Mamas – ein Gastartikel von Bernita Müller

Ich habe mich sehr gefreut, als mir dieser schöne Gastartikel von Bernita von Wainando ins Karma-Mama Postfach geflattert ist. Zum Einen ist gesunde Ernährung als Yogi und Mama immer ein Thema, zum Anderen hat Bernita ein paar handfeste Tipps für Dich, wie Du mit Zucker und Zucker-Entzug – also “detox” umgehen kannst. Außerdem erklärt sie warum vor allem bei Yoga-Mamas und -Babys Vorsicht geboten ist. 

Wie schädlich ist Zucker?

Rund 25 Gramm Zucker kann ein Erwachsener bedenkenlos pro Tag verzehren, so die WHO. Weil aber in vielen Lebensmitteln versteckter Zucker enthalten ist, kommen die Deutschen im Schnitt auf 100 Gramm. Kein Wunder, enthält doch bereits ein Glas Limonade fast die maximale Tagesdosis!

Wer unbedacht zu viel Süßes konsumiert, erkrankt eher an Diabetes oder Übergewicht. Und hat dadurch ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit oder für Gicht, um nur zwei typische Folgeerkrankungen zu nennen. Mamas tun also gut daran, genau hinzusehen, was auf ihrem Teller landet. Vor allem wenn sie stillen.

Zucker ist in der Stillzeit nicht verboten, aber es gibt Babys, die mit Blährungen oder Unruhe darauf reagieren.

Wie viel Süßes dürfen Babys naschen?

Babys lieben Süßes. Und das ist auch gut so, gehören Muttermilch und Obstbrei doch zur idealen Babynahrung. Aber wenn sich die Kleinen schon früh an industriell gesüßte Produkte gewöhnen, werden sie auch später immer mehr davon wollen. Deshalb wird empfohlen, dass entsprechende Lebensmittel im ersten Lebensjahr eher die Ausnahme sind.

Zucker aus Yoga-Sicht

Zucker ist nicht nur für Mamas, sondern auch für Yogis ein heißes Thema. Schließlich wird er dem „Rajas“ zugerechnet, also den Lebensmitteln, die den Geist eher aufwühlen und schwer kontrollierbar machen. Tatsächlich lässt Süßes den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen, nur um ihn dann kurze Zeit später wieder absacken zu lassen. Um die Ruhe und Ausgeglichenheit zu bewahren, die Asanas und Pranayama schenken, isst so mancher Yoga-Übende lieber sattvische Nahrungsmittel. Darunter fallen zum Beispiel Vollkornprodukte, Obst und Gemüse und Hülsenfrüchte.

Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum Zucker ein Hindernis auf dem Yoga-Weg sein kann.

Das Ziel des Yoga ist, frei zu sein. Und zwar von allem, was uns einschränkt, von Situationen, Menschen, Gedanken, Gefühlen und Egoismus. Wer nun regelmäßig zur Trostschokolade greift, um seinen Frust zu deckeln, oder süchtig nach den kleinen süßen Freuden des Alltags ist, begibt sich schnell in eine subtile Abhängigkeit.

Zucker-Fallen im Alltag erkennen

Zucker ist in Maßen völlig in Ordnung, aber die Überdosis ist zu vermeiden. Weil die jedoch schnell erreicht ist, lohnt es sich, typische Zucker-Fallen zu kennen und zu umgehen. Beispielsweise bei Tomatensoße, Sekt, Ketchup, Joghurt, Salat-Dressing und Müsli sollte man genau hinschauen, was alles auf der Zutatenliste steht. Bei Zusätzen, die mit „-ose“ oder „-sirup“ enden, sollten die Alarmglocken schrillen, denn hier handelt es sich um verschiedene Zuckerarten. Natürlich hilft auch ein Blick auf die Nährwerttabelle.

Vor allem in Kinderlebensmitteln ist häufig jede Menge Zucker enthalten. So hat Foodwatch in einer Studie herausgefunden, dass drei Viertel der Kinderlebensmittel zu süß sind. Nur 12 Prozent sind unbedenklich und zum regelmäßigen Verzehr geeignet. Hier also genau hinschauen, was alles auf der Zutatenliste steht!

Was ist Zucker-Detox?

Amerika, das Land des Zuckers, hat’s vorgemacht: Stars wie Jessica Alba oder Gwyneth Paltrow verzichten mittlerweile ganz auf Zucker. Auch wenn man nicht so weit gehen will, kann eine Zucker-Detox-Kur lohnen, um zu entgiften und sich auf ein Leben jenseits des Zuckerwahns einzustellen.

Eine solche Kur kann zum Beispiel drei Wochen dauern. In der ersten Woche lässt man alle offensichtlichen Zuckerbomben wie Cola, Schokolade und Gebäck weg. Danach geht es allen versteckten Zucker-Fallen an den Kragen. Und in der dritten Woche sind Weizennudeln und Weißbrot tabu, weil sie den Blutzuckerspiegel auch negativ beeinflussen.

Praktische Tipps für die Zucker-Detox-Kur

Zucker-Detox kann anfangs schwierig sein, vor allem wenn die Zuckersucht vorher akut war. Umso wichtiger, dass immer leckere Alternativen bereit stehen, an die sich Magen und Gemüt nach und nach gewöhnen.

Manche Lebensmittel zu ersetzen, ist ganz einfach. Ungesüßter Joghurt steht in jedem Supermarkt und auch Müsli gibt es, zum Beispiel in Form von Haferflocken, in einer zuckerfreien Variante. Süßen kann man das Ganze zum Beispiel mit einer reifen Banane oder mit Kokosöl. Bei anderen Lebensmitteln ist etwas mehr Kreativität gefragt. Statt Marmelade kann beispielsweise Avocado oder Erdnuss-Mus aufs Brot (Vorsicht, Erdnusscreme enthält oft Zucker).

Viele Zucker-Fallen kann man auch umgehen, indem man auf Fertiglebensmittel verzichtet. Die Salatsoße ist auch ohne Päckchen schnell gemacht und Tomatensoße aus Eigenkreation schmeckt sowieso viel besser. Aber was, wenn eine Heißhungerattacke kommt?

Halte gesunde Snacks wie Nüsse, Reiswaffeln oder Gemüsestreifen mit Dip griffbereit. Lecker sind auch Feigen-Kokos-Riegel, Apfel-Donuts oder Smoothies. Natürlich helfen auch Detox-Yoga-Übungen, seine Gelüste unter Kontrolle zu bringen.

2 Detox-Yoga-Übungen für zu Hause

Die Oberkörperdrehung regt u.a. die Verdauung an: Setz dich dazu aufrecht hin, bring die Arme auf Schulterhöhe und winkle die Ellenbogen an, so dass Ober- und Unterarme einen 90 Grad Winkel bilden. Die Finger sind in Gyan-Mudra, Daumen und Zeigefinger bilden also einen Kreis. Nun drehe den Oberkörper für einige Minuten kraftvoll nach links und nach rechts.

Eine andere beliebte Detox-Übung ist die Wechselatmung, die helfen soll, Schadstoffe abzubauen. Verschließe mit dem rechten Daumen der rechten Hand das rechte Nasenloch und atme links tief ein. Im Anschluss verschließt du mit dem Zeigefinger der rechten Hand das linke Nasenloch und atmest rechts aus. Fahre für einige Minuten so fort.

Übrigens: Wenn du nicht alleine detoxen und dir keine Gedanken um Ernährung und Yoga-Übungen machen willst, kannst du dich mit anderen zusammentun oder dir eine Detox-Auszeit in schöner Umgebung gönnen.

 

Bernita MüllerBernita Müller hat Ausbildungen im Bereich Yoga und Meditation absolviert und arbeitet in der Touristikbranche. Zusammen mit Michaela Müller gründete sie vor zwei Jahren „Wainando“, einen Online-Reiseveranstalter mit den Schwerpunkten Yoga, Detox, Ayurveda und Naturerfahrungen, um ihre Leidenschaft für Yoga und Reisen zu verbinden und noch mehr Menschen intensive Erfahrungen in diesem Bereich zu ermöglichen.

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2 Replies to “Goodbye, Sugar! Zucker-Detox für Yoga-Mamas – ein Gastartikel von Bernita Müller”

  1. Seit vielen Jahren ein so wichtiges Thema, immer noch aktuell… Gute Tipps und Infos! Ich habe vor vielen Jahren aufgehört, Zucker in dieser Form zu essen, es lohnt sich… ich kann nur jeden ermutigen, diese Weg auch zu gehen, Ich vermute, es gibt kaum etwas besseres, was wir für unsere Gesundheit tun können.

    1. Liebe Heli, Danke für Deinen Kommentar – schön, dass Dir Benitas Artikel gefallen hat und Danke auch für Deinen guten Rat!
      Alles Liebe

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