Die einzige Atemübung die Du für Schwangerschaft und Geburt wirklich brauchst

Meiner Meinung nach ist der Atem der Schlüssel zu einem positiven Geburtserlebnis – nicht falsch verstehen, sicherlich gibt es medizinische Indikation bei denen auch die engagiert durchgeführteste Atemtechnik keinen Erfolg zeigt. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass ich während jeder Phase der gesamten Geburt mit dem Atem Erfolge erzielen konnte und die einzelnen Phasen dadurch perfekt unterstützen konnte.

Im Geburtsvorbereitungskurs lernt man ja so einige Atemtechniken. Am bekanntesten ist sicher die Bauchatmung. Den Einatem tief in den Bauch zu lenken ist auch die Art und Weise wie ich meist meine Pränatal-Yoga Klasse beginne. Dies schafft erstmal das nötige Bewusstsein für den Atem, danach auch für den Körper und beruhigt den Geist. Als Pranayama Technik aus dem Yoga ist sie als logische Vollatmung bekannt.

Probier es einfach aus:

Lege Deine Hände auf Deinen Bauch. Atme tief in den Bauch ein, so dass sich Deine Bauchdecke sowie Deine Hände nach außen bewegen. Atme vollständig aus. Wiederhole.

Eine weitere Atemübung die ich von meiner Hebamme gelernt habe, ist die Pferdatmung. Den Atem hörbar auszupusten, ähnlich wie ein Pferdeschnauben, soll die Muttermundöffnung begünstigen.

Während der Geburt meines Sohnes leitete mich die wunderbare Hebamme durch zwei verschiedene Atemmuster. Zum Einen die Stufenatmung, bei der ich den Atem stufenweise ausatmen sollte. Dieses Muster kam sollte den Geburtsprozess begleiten. Während ich in der Austreibungsphase – also den Presswehen, tief einatmen sollte und dann während des Pressens den Atem anhalten sollte.

In manchen verstaubten Schwangerschaftsratgebern liest man noch von Hechelatmung oder anderen Techniken, welche mittlerweile überholt sind.

Die allerbeste Atemübung die mir in der Schwangerschaft, bei Geburtsbeginn und auch danach, in den Momenten in denen ich einfach mal auftanken wollte, am meisten geholfen hat, ist diese:

Schließe die Augen. Stelle Dir ein Quadrat vor. Fokussier die linke Außenseite des Quadrats vor Deinem inneren Auge und atme ein. Du kommst zur oberen Linie des Quadrats und hältst den Atem für einen kleinen Moment an. Erreichst Du die rechte äußere Linie atmest Du wieder aus. Entlang der unteren Linie hältst Du den Atem wieder für einen winzigen Moment an.

Zur Verdeutlichung noch mal als Grafik – mit diesem Bild, kannst Du Dir die Übung auch leicht merken:

Ich hatte in den letzten Wochen der Schwangerschaft immer wieder Übungswehen. Mit dieser Übung konnte ich sie gut veratmen. In Momenten, in denen ich keinen klaren Gedanken fassen konnte, half mir diese Atemtechnik. Auch wenn ich Panik vor der bevorstehenden Geburt bekam, nahm ich mir diese Atemübung zur Hand. Und natürlich als ich zuhause auf dem Sofa mit meinem süßen Hund kuschelte als die Wehen los gingen, auf dem Weg ins Krankenhaus. Und auch jetzt noch, wenn ich manchmal eine kleine Minipause für´s Gehirn brauche.

Übrigens ist diese Technik auch als Pranayama anwendbar. Zum Beispiel um Dich vor der Praxis einzustimmen oder direkt vor der Meditation als Vorübung.

Probiere aus und berichte mir, wie es Dir gelungen ist! Oder hast Du noch eine spezielle Atemtechnik die Wunder vollbringt?

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