7 Tipps gegen Mama- & Frühjahrsmüdigkeit

Frühjahrsmüdigkeit

Gähn, an manchen Tagen bin ich echt dauermüde… Ich leide nicht nur unter Mama-Müdigkeit, sondern auch unter Frühjahrsmüdigkeit.
Meine süßen Träume sind von Unterbrechungen gezeichnet, weil ich stillen oder den Schnuller suchen muss  (oder weil der Hund mit Anlauf ins Bett springt…)
Die Sonne lässt sich kaum blicken und meine Umgebung bleibt dunkel – Himmel: grau – Asphalt: grau – Bäume ohne Blätter: grau – Leute die einem begegnen: grau…
Warum hat man denn eigentlich so etwas wie Frühjahrsmüdigkeit? Braucht ja kein Mensch…

Auf Wikipedia finde ich folgende Erklärung:

Die genauen Ursachen der Frühjahrsmüdigkeit sind noch nicht vollständig geklärt. Fest steht, dass der Hormonhaushalt eine große Rolle spielt. Außerdem fällt es dem Körper schwer, sich nach dem Winter auf die neuen Licht- und Temperaturverhältnisse einzustellen.

Wenn im Frühjahr die Tage länger werden, stellt der Körper den Hormonhaushalt um, es wird verstärkt Serotonin ausgeschüttet, die Produktion von Melatonin wird hingegen reduziert. Diese Umstellungen belasten den Körper stark; er reagiert mit einem Müdigkeitsgefühl.

Des Weiteren schwanken die Temperaturen während des Frühlings meist stark. Bei steigenden Temperaturen sinkt außerdem der Blutdruck durch das Weiten der Blutgefäße bei warmem Wetter, was zusätzlich ermüdend wirken kann.

Oh, ich kann es kaum erwarten, wenn sich mein Körper wieder auf Sonnenschein, Draußen-Sein und Barfuß-Laufen eingestellt hat!

Bis dahin behelfe ich mir mit diesen 7 Tipps gegen akute Mama- & Frühjahrsmüdigkeit:

1. Sauerstoff

Ich bin eine sehr glückliche Hundebesitzerin. Und als diese muss ich jeden Tag vor die Tür. Da mein Hund Kälte, Regen und Nässe im Allgemeinen nicht ausstehen kann, muss ich an jenen Tagen mit entsprechender Wetterlage alleine los ziehen. Und das tue ich auch, denn Buddha-Baby will ja im Kinderwagen in den Schlaf geschaukelt werden.

Darüber bin ich jeden Tag froh, denn nach einem schönen langem Spaziergang, fühlt man sich wieder richtig lebendig. Mit roten Backen kommt man nach Hause und nimmt die Wärme dort wieder wahr. Die Haut sieht gleich viel gesünder aus und der Kopfschmerz ist verschwunden.

Genauso wichtig wie Bewegung an der frischen Luft, ist es übrigens zu lüften. Ein bis dreimal täglich sollte die komplette Luft im Wohnraum ausgetauscht werden.

2. Solare Yogapraxis

Solar ist klar, oder?
Damit ist eine Yogapraxis gemeint, die dich in Schwitzen bringt. Ich empfehle hier den Handstand, da die Umkehrhaltung zusätzlich dafür sorgt, das der Kopf mit Blut versorgt wird.
Wenn das nichts für Dich ist, übe Kopfstand oder Herabschauenden Hund im Wechsel mit der Planke.
Gib auf jeden Fall Gas! Und alle Yogamuffel gehen ´ne Runde laufen in den Park.

3. Eiswasser

Diesen Tipp habe ich von Kate Moss. Natürlich nicht persönlich, da ich derzeit eher weniger auf Partys unterwegs bin, sondern ich habe es in einem Frauenmagazin gelesen.
Kate füllt das Waschbecken mit eiskaltem Wasser und gibt zu allem Überfluss noch Eiswürfel dazu. Dann das Gesicht für wenige Sekunden ins Wasser halten – und tada! total erfrischt fühlen. Ich habe es getestet, aber ich gebe zu, ohne Eiswürfel. Verschafft Dir den gleichen Look, wie nach einem langem Spaziergang an der kalten Luft.

4. Simhasana – die Löwenatmung

Wenn ich diese Atemübung in der Yogaklasse anleite, dann führt das meistens zu peinlichem Kichern bei den Schülern, aber es gibt nichts besseres gegen Kopfschmerzen!
Du setzt Dich in den Fersensitz und bringst die Knie weiter auseinander. Die Handflächen kannst Du von innen unter die Schienbeine legen.
In der nächsten Einatmung führst Du den Blick nach oben Richtung Decke, um dann in der Ausatmung:

  • die Augen weit zu öffnen
  • den Mund zu öffnen und die Zunge weit herauszustrecken
  • den Atem durch den Mund laut hörbar auszuatmen
  • und das Kinn Richtung Brustbein zu führen.

Du kannst diese Atmung auch in die Asanas, zum Beispiel den Herabschauenden Hund einbauen.

Bitte übe diese Atemtechnik nur, wenn keine gesundheitlichen Einschränkungen dagegen sprechen.

5. Agni anfeuern

Agni, so wird im Ayurveda das Verdauungsfeuer genannt, nimmt im Frühjahr ab. Du kannst es wieder entfachen, in dem Du schwere Mahlzeiten vermeidest und eher zu bitteren und adstringierenden Lebensmitteln greifst. Zusätzlich kannst Du scharfe Gewürze verwenden und den Tag mit Heißem Wasser mit etwas Honig und Apfelessig beginnen. Außerdem solltest Du vermeiden zuviel zu essen. Über Achtsames Essen kannst Du auch hier nachlesen.
Diese und weitere Hinweise für ein Leben im Rhythmus der Natur findest Du in Shiva Rea´s “Tending the heart fire”.

6. Ätherische Öle

Ein ganz alter Trick gegen Kopfschmerzen ist es, etwas Eukalyptus oder Pfefferminzöl auf die Schläfen zu geben und dort zu verreiben. Aber auch für die Beduftung von Räumen lassen sich mit diesen Ölen eine aktivierende und gleichzeitig klärende Wirkung erzielen.
Von Primavera gibt es einen praktischen Roll-on für unterwegs, so kann man ein bißchen Müdigkeit oder Kopfschmerzen einfach wegrollen.

7. Rubbelmassage

Im Ayurveda werden nun kaum noch Ganzkörpermassagen wie Abhyanga angewandt. Rubbelmassagen mit einem Loofa-Schwamm oder -Handschuh dagegen aktivieren die Haut und stimulieren die darunterliegenden Nervenzellen. Du hast keinen Loofa-Schwamm zur Hand: Ein rauer Waschlappen tut es auch. 
Wenn Du das dann noch in Kombination mit einer Wechseldusche machst, dann steigst Du völlig verjüngt aus der Dusche.

Frühjahrsmüdigkeit

Das allerwichtigste solltest Du jetzt nicht vergessen:

Es hilft nicht gegen Müdigkeit diese Tipps nur zu lesen – Du musst sie auch umsetzen! Also aufrappeln und los gehts – am besten gleich ein bißchen Eiswasser im Gesicht, dann lüften oder raus gehen, draußen einen herabschauenden Hund machen und nach dem Spaziergang eine Tasse heißes Wasser mit Honig genießen und wohl fühlen! 
Was ist denn Dein ultimativer Tipp gegen Frühjahrsmüdigkeit?

 

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