5 Gründe, warum Yoga die perfekte Mama-Burnout-Prävention ist

Mama-Burnout

Kennst Du das, wenn Dir ein Thema immer wieder begegnet, ja sich förmlich aufdrängt? In der letzten Zeit habe ich in sozialen Medien immer wieder vom “Mama-Burnout” gelesen. Mütter die unter der Belastung ihres Familien- und Berufsalltag zusammen brechen. Ich habe mir darüber mal ein paar Gedanken gemacht…

Überforderung und Belastung kennt wohl jede Mama – ist das jetzt schon Burnout?

Ich bin Yogalehrerin, aber auch Mutter und im „richtigen Leben“ Diplom-Sozialpädagogin. Burnout ist kein Fremdwort für mich. Auch ich kenne Zeiten der Überforderung und der Kraftlosigkeit, aber ich habe mit Yoga einen guten Weg, um zu mir selbst zu finden und abzuschalten.
Jeder geht unterschiedlich mit Belastungen um – Stressoren werden subjektiv wahrgenommen. Was die Eine noch völlig kalt lässt, ist für die andere der absolute Nerven-Killer. Und das ist okay so! Löse Dich von diesen Vorstellungen – und akzeptiere Deine individuellen Grenzen, die täglich wo anders liegen können. Reflektiere Dich und Dein Verhalten, am besten im Austausch mit Menschen denen Du Dich gerne öffnest. Das hilft.

Falls Du das Gefühl hast, schon zu lange an Überforderung zu leiden und Deine Situation nicht mehr selbst bewältigen kannst, solltest Du darüber nachdenken, Dir professionelle Unterstützung. Auch das ist nichts, wofür man sich schämen muss. Führungskräfte in großen Firmen werden schließlich auch gecoacht!

5 Gründe, warum Dir das regelmäßige Yoga üben helfen kann, gar nicht erst in die Burnout-Falle zu tappen!

1. Du schaffst Dir Zeit- und Ruheinsel im Alltag

Und diese Zeit gehört nur Dir!
Ist die Kinderversorgung gesichert, das Handy ausgeschalten und die To-Do-Liste im Kopf beiseite geschoben, kannst Du Dich ganz Deiner Yogapraxis widmen.
Das entspannte Aufatmen kommt wie von alleine, kaum hast Du auf Deiner Matte Platz genommen. Egal ob im Studio oder zuhause.
Das Praktische: All ́ die Dinge die Dir noch im Kopf herumschwirren, all ́ die Erledigungen und andere Gedanken werden nach der Yogapraxis auch noch da sein, so dass Du Dich vollends auf das Beruhigen des Atems und dadurch das Ruhiger werden von Körper und Geist konzentrieren kannst.
Egal, ob es vielleicht nur 7 oder sogar 70 Minuten sind – mit jedem Atemzug profitierst Du von Yoga – und tust damit etwas Wichtiges für Deine Gesunderhaltung – Psychohygiene, wie man so treffend sagt.
Um diese Ruheinseln in Deinen Alltag zu integrieren musst Du vielleicht beharrlich sein und Deine Wünsche auch Deiner Familie gegenüber durchsetzen. Aber das ist keinesfalls egoistisch, denn

2. Deine Umgebung profitiert von Deinem entspannten Ich

Kennst Du diese Tage, an denen man irgendwie mit dem falschen Fuß aufgestanden ist? Wenn gefühlt alles schief geht, viel zu viel zu tun ist, die Kinder rebellieren und schließlich auch die Nerven bei Allen blank liegen. Weil schlechte Laune und Genervtsein eben genauso ansteckend sind, wie gute Laune.

Es ist sicher auch für viele Yogis die Königsdisziplin hier ganz gelassen zu bleiben und sich ein Lächeln zu bewahren – aber, es kostet wahrscheinlich ebenso viel Energie sich zum „Ruhig bleiben und drüber stehen“ zu überreden, als auszurasten.

Heilung und der Weg zu einer besseren Version von sich selbst sind immer wieder Thema im Yoga und es wird Dich ebenfalls unterstützen, in schwierigen Situationen ganz bei Dir zu bleiben.
Klar, wird es nicht immer gelingen, aber Yoga ist da schon mal eine gute Schule, denn

3. Meditation und Yoga entspannen Dein Nervensystem

Viele östlichen Weisheiten predigen das Zusammenwirken von Körper und Geist. Mittlerweile weiß man durch wissenschaftliche Belege, dass beispielsweise die Haltung Deines Körpers unmittelbar auf Deine innere Haltung, Deinen Geist wirkt. In der Kurzversion bedeutet dies: Hängende Schultern, ein gesenkter Kopf und ein runder Rücken führen unweigerlich zu negativen Emotionen. Genauso wie umgekehrt – sind wir „geknickt“ sieht man das eben auch an unserer Haltung.

Aber das Gute daran ist, dass es ebenso funktioniert durch eine aufrechte, gerade Körperposition unseren Geist zu beeinflussen. In Experimenten fand man heraus, dass sich Menschen nach dem sie solche aufrechte Haltungen einnahmen, positiver gestimmt waren, sich mehr zutrauten und sich generell besser fühlten.

Auch der Atem hat diese Kraft. Konzentrierst Du Dich beispielsweise für ein paar Momente einmal auf den tiefen Bauchatem, wirst Du augenblicklich ruhiger. Dein Nervensystem kann „runterfahren“, du kannst entspannen.
Gerade wenn Du von Burnout betroffen bist oder kurz davor zu stehen scheinst, nutze Yoga als effektive Entspannungsmethode um Körper und Geist wieder aufzubauen, zu nähren und zu beruhigen.

4. Bewegung macht schön und glücklich

Wer sich bewegt, schüttet Glückshormone aus. Und Glückshormone kann ja wirklich jeder brauchen, oder?
Egal ob nun Laufen, Wandern, Schwimmen oder Yoga. Bewegung wirkt immer.
Zusätzlich hast Du noch den wunderbaren Effekt, dass Dein Körper durch die Yogahaltungen kraftvoller wird, Verspannungen können durch die Dehnhaltungen aufgelöst werden, Atemübungen helfen Dir dabei, flache Atemmuster zu durchbrechen, Skelett- und Knochensystem werden gekräftigt, die Balance geschult, Deine Körperwahrnehmung gefördert.

Yoga im Speziellen bietet Dir einen wunderbaren Ausgleich zum hektischen Alltag und auch zu sehr fordernden oder kraftvollen, schnellen Sportarten.

5. Du kommst in Kontakt mit Dir selbst und kannst Stressquellen entlarven

Vor ein paar Jahren hatte ich einen Bandscheibenvorfall durch eine angeborene Wirbelsäulenerkrankung und chronische Fehlhaltung. Dies brachte mich nicht nur endgültig zum Yoga, sondern ich erkannte auch den direkten Zusammenhang von Körper und Geist.
Als ich auf der Behandlungsliege lag und der Physiotherapeut eine Fango-Auflage brachte und mir sagte, ich solle nun 20 Minuten hier liegen und ruhen, hatte ich nur einen Gedanken:
„20 Minuten??? Wie soll ich denn 20 Minuten hier rum liegen und nichts machen???“
Ich hatte das Abschalten zu diesem Zeitpunkt völlig verlernt. Ein Alarmsignal!
Genauso kann es Dir auch beim Yoga gehen. Vielleicht hinterfragst Du die Emotionen und Gedanken die Dir vor, während oder nach der Stunde kommen und überprüfst sie auf ihre Wichtigkeit und Richtigkeit. Vielleicht stößt Du auf Dinge, Personen oder Glaubenssätze von denen Du Dich lösen solltest.

Was hilft Dir, wenn alles drunter und drüber geht?
Hast Du schon Erfahrungen mit Mama-Burnout gemacht?

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