3 Asanas die Dir im Kreißsaal begegnen könnten

Habt ihr im Geburtsvorbereitungskurs schon über die häufigsten Gebärpositionen gesprochen?
Ging es Dir ähnlich und die eine oder andere Haltung kennst Du aus deiner Yogaklasse? Vor allem wenn Du Pränatal Yoga in Deiner Schwangerschaft übst, solltest Du diese Asanas kennen.

Bewegung gehört zum Geburtsverlauf dazu. Frauen haben sogar den Drang sich zu bewegen. Vielleicht ging Dir das ähnlich: Während der ersten Phase meiner Geburt bin ich zwischen den Wehen herumgelaufen und habe die Wehen dann im 4-Fuß-Stand veratmet. Ganz natürlich – ohne dass mich jemand dazu angeleitet hätte. Aber auch während der Übergangs- und der Austreibungsphase der Geburt spielt die Bewegung der Frau eine Rolle: Das Baby soll schließlich immer tiefer rutschen und das lässt sich gezielt mit den richtigen Körperbewegungen unterstützen.

Übrigens: Immer wieder berichten mir Mamas, dass die Hebamme ihnen während der Geburt zur Rückenlage geraten hätte und sie das im Nachhinein bereuen. Das heißt für uns Mädels, dass wir zu unseren Wünschen stehen müssen. Hast Du das Gefühl, die Rückenlage ist nicht die richtige Position für Dich, dann probiere einfach selbst andere Postionen aus – ganz ohne groß darüber zu diskutieren. Briefe auch Deine Begleitperson und bitte sie, Dich dabei zu unterstützen.

Deshalb heute 3 Asanas die Du sicher aus dem Yogaunterricht kennst und die Dir vielleicht im Kreißsaal wieder begegnen könnten oder die Du selbst während der Geburt ausprobieren kannst:

  1. Malasana – die tiefe Hocke

    Die klassische Geburtshaltung in vielen Traditionen. Sie unterstützt die Geburt, weil die Energie ganz von alleine abwärts gelenkt wird.Kreißsaal YogaSo geht´s:
    Bringe die Beine weiter als hüftbreit auseinander. Drehe die Zehen leicht nach außen.
    Komme in der Ausatmung nach unten.So kannst Du Dich in der Haltung unterstützen um die Haltung zu üben und kennen zu lernen:
    Rolle Dir eine Decke zusammen und lege sie Dir unter die Fersen.
    Vielleicht hast Du auch zwei Yogablöcke und stellst sie übereinander unter Deinen Beckenboden.

  2. Marjaryasana – Katze

    Viele Frauen bevorzugen diese Haltung während der Geburt. Du kannst den Oberkörper auf einem Pezziball ablegen um Dich zwischen den Wehen auszuruhen oder den Ball für die rollende Bewegung nutzen.Kreißsaal YogaSo geht´s:
    Aus dem 4-Füßler-Stand rollst Du Dein Steißbein unter und rundest den Rücken.
    Lege Dir eine Decke unter die Knie, vielleicht auch unter die Fußrücken.

  3. Goddess Pose – Göttin

    Die stehende Hocke hat eine mächtige Ausstrahlung – ich muss sofort an Göttinnen wie Kali und Durga denken, wenn ich diese Asana übe. Auch Du kannst Dir Visualiesierung zu Hilfe nehmen: Stell Dir in der Haltung einfach vor, wie viele Frauen in Deiner Familie bereits Mutter geworden sind. All diese Frauen stehen hinter Dir und unterstützen Dich! Denke an all die Kraft die Du generieren kannst mit der Unterstützung dieser Frauen.
    Stehende Gebärpositionen sind nix für Weicheier. Mich hat die Kraft einer Wehe im Stehen ganz schön umgehauen. Der Vorteil ist, dass die Geburt schneller verläuft weil die Schwerkraft mitarbeitet. Während der Geburt könntest Du Dich auch gut an einem Seil festhalten, dass an der Decke befestigt ist. In manchen Kreißsälen gibt es auch eine Sprossenwand dafür.Kreißsaal Yoga
    So geht´s:
    Bringe die Beine weit auseinander. Die Zehen leicht nach außen. Komme in der Ausatmung nach unten. Die Hände kannst Du in der Taille oder auf den Oberschenkeln abstellen. Du kannst auch in der Atmung pulsieren.So kannst Du Dich unterstützen:
    Stelle Dich über einen Stuhl oder einen Pezzi-Ball. So kannst Du Dich zwischendrin ausruhen und Deine Kraft einteilen.

Wenn Du diese Haltungen in Deine Yogapraxis in der Schwangerschaft einbaust, hast Du gleich etwas zur Geburtsvorbereitung getan. Spreche natürlich immer mit Deinem Arzt oder Deiner Hebamme, wenn Du Dir bei etwas unsicher bist. Lass Dir bestätigen, dass Du Yoga üben darfst!

Hast Du verschiedene Haltungen während der Geburt ausprobiert und welche haben Dir geholfen? Was war weniger hilfreich? Ich freue mich über Deine Erfahrungen!

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